Systemakkreditierung: ja – aber nur mit einer starken Beteiligung der Studierenden

Wir sehen sowohl in der Programm- als auch in der Systemakkreditierung Vor- und Nachteile. Während die Bedingungen, Chancen und Risiken beim bestehenden Verfahren der Programmakkreditierung bereits bekannt und abschätzbar sind, ist bei der Gestaltung der Systemakkreditierung an unserer Universität noch vieles offen.

Wir glauben, dass hier die Stimme der Studierenden im Vergleich zum bestehenden Verfahren deutlich gestärkt werden kann und haben dem Grundsatzbeschluss am 20.5. daher zugestimmt. Dabei haben wir unsere Punkte bereits deutlich gemacht, da wir eine zu große Macht des Präsidiums oder der Lehrenden verhindern wollen.

Entscheidend ist für uns, dass Studierende gewichtig im LQL-Reviewteam vertreten sein sollen. Dieses Gremium ist maßgeblich am Akkreditierungsprozess beteiligt und erstellt Empfehlungen und Auflagen. Hierbei darf nicht davon ausgegangen werden, dass Studierende diese Arbeit einfach so zusätzlich zu den Anforderungen ihres Studiums erledigen. In der Programmakkreditierung wurden die Beteiligten an diesen Prozessschritten vergütet. Da Studierende den dortigen Arbeitsaufwand nicht von ihrer Arbeitszeit absetzen können und dadurch gegenüber anderen Statusgruppen benachteiligt sind, muss auch hier über eine entsprechende Aufwandsentschädigung nachgedacht werden.

Die Auflagen des Reviewteams sollen nicht mit denen der externen Gutachterinnen übereinstimmen müssen und auch sonst soll dieses Gremium weitestgehend frei arbeiten dürfen, um bestmögliche Arbeit leisten zu können und so allen Statusgruppen die Möglichkeit geben weitere Anhörungen oder Überprüfungen zu fordern und durchzuführen.
Dieses Gremium, in dem alle Statusgruppen vertreten sein sollen, darf nicht übergangen werden. Es muss sichergestellt sein, dass das Präsidium oder die Evaluationseinheit sich nicht über die Entscheidung oder Empfehlung des Gremiums hinwegsetzen kann. Bei einem Akkreditierungsverfahren darf es nicht darum gehen die Interessen des Präsidiums im Wettbewerb mit den anderen Universtäten zu verfolgen sondern es sollen gute Studiengänge mit guten Studienbedingungen geschaffen und erhalten werden.

Des Weiteren sollen Studierende an möglichst vielen Stellen angehört und beteiligt werden, da sie letztendlich die so akkreditierten Studiengänge studieren sollen.
Um diese und weitere Punkte in das Konzept einzubringen, ist es wichtig sich bis Oktober intensiv damit auseinanderzusetzen, die Entwicklungen zu begleiten und die Punkte ausgiebig zu diskutieren.

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