Studienqualitätsmittel – was?, wie?, für wen?

Ein Gastbeitrag aus der Studienqualitätsmittelkommission:

Am 15.6. tagte die Studienqualitätskommission. Diese neue, äußerst wichtige Kommission hat die Aufgabe die Studienqualitätsmittel zu verteilen, die das Land Niedersachsen seit der Abschaffung der Studiengebühren zu deren Kompensation gewährt. Die Besonderheit der Kommission besteht darin, dass Studierende hier die Mehrheit haben und dementsprechend auch maßgeblich über die Mittelverteilung von immerhin ca. 16 Millionen Euro pro Jahr bestimmen.

Bereits im letzten Jahr haben die Vertreter_innen der Kritischen Liste in der Kommission einiges erreicht. Wir haben zwar grundsätzlich an dem Modell festgehalten, nach dem 60% der Beiträge auf die Studienkommissionen der einzelnen Fakultäten verteilt werden, aber wir haben dort weitreichende Informations- und Kontrollrechte erstritten, die uns zunächst verwehrt bleiben sollten. Darüber hinaus haben wir auch einige Prestigeprojekte der Univerwaltung abgesägt, da sie aus unserer Sicht nicht Studium und Lehre gedient haben. Besonders hervorzuheben war aber der Antragstopf für Studientische Projekte. Mit über 80.000 € haben wir erstmals eine Möglichkeit geschaffen, wie Studierende eigene Lehrveranstaltungen oder Studiumsverbesserungen voranbringen können.

Auf dieser Sitzung ging es hauptsächlich um die Anträge der zentralen Einrichtungen. Einige Projekte sollen fortgeführt werden, einige andere kommen nun hinzu, nachdem sie von der Kommission bewilligt worden sind. Wichtig war uns insbesondere die bereits angefangene Sanierung des Elchkellers zu Ende finanzieren zu können. Wie aber auch schon zuvor, hätten viele Projekte natürlich über die Grundfinanzierung der Universität laufen müssen und nicht durch Gelder finanziert werden sollen, die für die Verbesserung des Lehrangebots zuständig sind. Die Studienqualitätsmittel sind keine Grundfinanzierung. Erfreulicherweise verbreitet sich diese Ansicht der Studierenden zusehens auch unter den anderen Statusgruppen.

Am wichtigsten ist aber, dass wieder ein Topf in Höhe von 80.000€ für Studentische Projekte geschaffen worden ist. Förderungswürdig hielten wir dort in der Vergangenheit Projekte, die Lehre oder Studium direkt verbessern. Z.B. selbstverwaltete Seminare, Praktische Übungen, Ringvorlesungen, etc. Abgeleht haben wir Anträge, die nur der Verschleierung dienten, d.h. bei denen eigentlich Lehrende ein Projekt finanziert haben wollen, sich aber hinter Studierenden versteckt haben. Der Topf dient ausschließlich der Förderung studentischer Projekte.

Die genauen Modalitäten der Mittelvergabe werden wir demnächst über den Fachschaftenverteiler weiterleiten. Fristende ist aber das Ende der Vorlesungszeit dieses Semesters. Die Mittel werden dann ca. im September verteilt. Alle Anträge müssen eine genaue Beschreibung der Maßnahme beinhalten und eine Kostenschätzung und woraus sich diese in etwa ergibt. Weiterhin wird eine Kostenstelle benötigt, d.h. es muss ein Lehrstuhl, Institut oder ein Dekanat gefunden werden, das sich um die Geldverwaltung kümmert. Wenn ihr eine solche nicht findet, dann wendet euch an uns.

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