Präsidium nimmt der Lehrkommission die Vergabe des Preises für Exzellente Lehre weg

Schon seit Jahren gab es immer wieder Kritik am Vergabeverfahren des Preises für Exzellente Lehre, der scheinbar als Auszeichnung der Studierenden vergeben wurde, obwohl sich die Lehrkommission regelmäßig über den Willen der Studierenden hinweggesetzt hat.

Nun, da es eine studentische Mehrheit in dieser Kommission gibt, wurde das Vergabeverfahren aus unserer Sicht weiter verschlechtert. Die Lehrkommission darf nun nicht einmal mehr mitbestimmen, stattdessen wird der Preis alleine durch das Präsidium vergeben.

Auch wenn die Vorschläge noch mit studentischer Beteiligung in den Studienkommissionen erarbeitet werden sollen, entscheidet am Ende das Präsidium ohne Einbeziehung der Studierenden, die Lehre erleben und für die die Lehre da ist. Wie das Präsidium Lehre bewerten möchte oder kann, bleibt unklar.

Desweiteren sind Lehrbeauftragte und wissenschaftliche Hilfskräfte nun explizit ausgeschlossen und der Preis wird eindeutig als Auszeichnung unter Professor*innen hin und hergeschoben für etwas, das eigentlich an einer Universität ein selbstverständliches Ziel sein sollte, nämlich gute Lehre.

Die Bemühungen des letzten Jahres sind damit gescheitert und die Missstände haben sich weiter verschärft. Noch einmal zur Erinnerung die Laudatio der letzten Preisverleihung, bei der auf zahlreiche Punkte hingewiesen wurde: http://www.asta-hannover.de/2015/01/11/laudatio-zur-vergabe-des-preises-fur-exzellente-lehre/

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